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Missa Salisburgensis im Hohen Dom zu Augsburg
Augsburger Dom · Barrierefrei
Zum 50-jährigen Bestehen der Augsburger Domsingknaben erklingt mit der „Missa Salisburgensis à 53 voci“ von Heinrich Ignaz Franz Biber eines der monumentalsten und zugleich seltensten Werke des Barocks. Die Jubiläumstournee des traditionsreichen Knabenchores beginnt am 25. Oktober im Münchner Herkulessaal und führt anschließend nach Augsburg (Hoher Dom, 30. Oktober), Hamburg (Elbphilharmonie, 2. November) und Dresden (Kreuzkirche, 3. November). Für die Aufführungen bündeln die Augsburger Domsingknaben ihre Kräfte mit dem Barockensemble des Bayerischen Staatsorchesters und dem international gefeierten Ensemble Les Cornets Noirs. Eine Messe für außergewöhnliche Anlässe: Die 1682 zur Feier des 1100-jährigen Bestehens des Erzbistums Salzburg entstandene Messe gilt als Höhepunkt der barocken Mehrchörigkeit. Mit 16 Vokal- und 35 Instrumentalstimmen, einer opulenten Continuo-Besetzung sowie acht räumlich getrennten Chören entfaltet sie eine überwältigende Klangarchitektur von einzigartiger Strahlkraft. Der britische Dirigent Paul McCreesh bezeichnete die „Missa Salisburgensis“ deshalb als den „Mount Everest der mehrchörigen Musik“. Aufgeführt wird das Werk nur zu außergewöhnlichen Anlässen – und ein solcher Anlass ist das 50-jährige Jubiläum der Augsburger Domsingknaben. Wie kaum eine andere Komposition verkörpert die „Missa Salisburgensis“ den Gedanken einer großen musikalischen Gemeinschaft: Zahlreiche selbstständige Stimmen und Ensembles verschmelzen zu einem monumentalen Klangkörper. Gerade darin spiegelt sich das Selbstverständnis der Augsburger Domsingknaben wider, die seit fünf Jahrzehnten Generationen junger Sänger in einer lebendigen Chorgemeinschaft vereinen und gemeinsam einen unverwechselbaren Klang prägen. Zugleich steht das Werk exemplarisch für das süddeutsche Musikleben des 17. Jahrhunderts und damit für ein Repertoire, das den künstlerischen Schwerpunkt der Augsburger Domsingknaben auf der historisch informierten Aufführung Alter Musik widerspiegelt. Die „Missa Salisburgensis“ verbindet den Rückblick auf fünf erfolgreiche Jahrzehnte mit dem Aufbruch in die Zukunft und unterstreicht den künstlerischen Anspruch des Chores. Eine Besetzung von europäischem Rang: Gemeinsam mit dem Barockensemble des Bayerischen Staatsorchesters und dem international gefeierten Ensemble Les Cornets Noirs entsteht eine Besetzung von europäischem Rang, die dieses klingende Monument des Hochbarock in seiner ganzen räumlichen und klanglichen Pracht erlebbar macht. Die Augsburger Domsingknaben zählen zu den wenigen deutschen Knabenchören, die durch ihre Qualität und Größe in der Lage sind, anspruchsvolle Werke in 16-stimmiger Doppelchörigkeit aufzuführen. Als Ensemble mit ausgewiesener Expertise in historischer Aufführungspraxis sangen sie bereits vor Päpsten, Bundespräsidenten und Bundeskanzlern und wurden 2024 in das Immaterielle Kulturerbe Bayerns aufgenommen. Das Bayerische Staatsorchester, das 2025 bereits zum elften Mal in Folge und insgesamt zum dreizehnten Mal von der Fachzeitschrift Opernwelt zum „Orchester des Jahres“ gewählt wurde, verfügt mit seinem neu gegründeten Barockensemble nun über einen eigenen Originalklangkörper für historische Aufführungspraxis. Zukünftig werden Opern aus Renaissance und Barock, wie Händels „Alcina“ (Juli 2026), auf historischen Instrumenten aufgeführt. Die Formation wird ergänzt durch Les Cornets Noirs aus Basel, Preisträger des „concours musica antiqua“ beim Festival van Vlaanderen Brugge. Unter der Leitung der beiden herausragenden Zinkenisten Frithjof Smith und Gebhard David bringen sie ihre internationale Erfahrung und stilistische Souveränität in der Alten Musik in die Besetzung ein. Ein Ereignis für die Sinne: „Die Missa Salisburgensis ist ein klingendes Monument des europäischen Hochbarock – von fast überirdischer räumlicher Wirkung“, sagt Domkapellmeister Stefan Steinemann. „Dass wir dieses Werk mit Ensembles dieser Qualität aufführen, ist ein Privileg – und zugleich ein Bekenntnis zur lebendigen Tradition der Musica Sacra.“ „Diese Konstellation ist in Europa einzigartig“, betont Leonhard Fitz, kaufmännischer Geschäftsführer der Domsingknaben. „Die Zusammenarbeit dieser drei Klangkörper ermöglicht eine historisch informierte Aufführungspraxis auf höchstem Niveau – an Orten, die in Akustik und Prestige für dieses Repertoire ideal sind.“
Spender
Domsingknaben Augsburg
Veranstaltungsort
Adresse: Augsburger Dom, Hoher weg 30 86150 Augsburg
Erreichbarkeit/Anfahrt: Bus/Bahn
Barrierefreiheit: Barrierefrei
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